Sachsen, eins der Mutterländer der Reformation, hat am heutigen 31. Oktober 2024 einen christlichen wie gesetzlichen Feiertag. Es gefiel unserem allmächten, einzig wahren dreieinigen Gott im Jahre 1517, dass der Augustinereremit und Theologieprofessor Martin Luther (1483 - 1556) seine 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablass und Buße veröffentlichte. Diese führten letztendlich zur Kirchenspaltung, welche Sachsen zu einem Lande der Reformation machte.
So wie das durch seine Printen bekannte Aachen im Westen gilt Pulsnitz als Pfefferkuchenhauptstadt des Ostens. Doch nur hier in der Oberlausitz führen acht private Pfefferküchlereien als backende Handwerker im Manufakturbetrieb die mittelaterliche Tradition weiter. Diese widmen sich ausschließlich solch berühmten Spezialitäten wie den gefüllten "Schokoladenspitzen". Vom 1. November bis 3. November 2024 präsentieren diese Pfefferküchler auf dem Pulsnitzer Marktplatz ihre zuckersüßen Köstlichkeiten wieder beim traditionsreichen Pfefferkuchenmarkt.
Nichtraucher mögen es begrüßen. Doch wieder stirbt ein Teil großer sächsischer Industriegeschichte, wird die Deindustriealisierung des Elbtals grausam perfektioniert. Der Tabakkonzern Philip Morris schließt 2025 seinen durch die "f6"-Produktion berühmten Standort mit 274 Arbeitern und damit das letzte Stück einer faszinierenden Branche, die wie viele andere Dresdner Industrien (z. B. Schokoladenindustrie) nur noch im Paradies der Erinnerung existieren. Einst war Dresden das Zentrum der Tabakindustrie Deutschlands, beschäftigte Tausende und exportierte weltweit. Alles begann 1862, als hier eine Niederlassung der Companie Laferme gegründet wurde. Künftig wird nur noch das Industriedenkmal "Tabakmoschee" in der City an diese Glanzzeiten erinnern.
Als letzte bislang eigenständige Supermarktkette des Ostens will sich die Konsumgenossenschaft Dresden (32 Märkte, ca. 800 Mitarbeiter) - vorbehaltlich der Genehmigung durch das Kartellamt - im nächsten Jahr der Edeka-Gruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG anschließen und sich von dieser beliefern lassen. Welche Auswirkungen dies auf Frische, Preise, regionale Produktvielfalt und Service hat, werden die Verbraucher ab Mitte 2026 sehen.
Am Dresdner Drogenumschlagplatz und Kriminalitätsschwerpunkt Prager Straße/Wiener Platz nahe dem Hauptbahnhof, wo u. a. immer wieder Tunesier beim illegalen Treiben festgestellt wurden, richtet die Polizei nun eine City-Wache ein. Das hat der Dresdner Stadtrat nun mit Mehrheit entschieden.
Seit Jahrzehnten ist es der sachkundige Ratgeber für alle an der über 1000-jährigen Geschichte Sachsens und seines ruhmreichen Herrscherhauses, der Wettiner, Interessierten. Jetzt liegt das Taschenlexikon "Die Wettiner. Sachsens Könige, Herzöge, Kurfürsten und Markgrafen" des Historikers und Publizisten Dr. Jürgen Helfricht in 6. Auflage vor. Ein Nachschlagewerk im handlichen Format für 12 Euro.
Das Freiklettern in der Sächsischen Schweiz, welches seit 130 Jahren nur ohne künstliche Hilfsmittel praktiziert werden darf, wurde dieses Jahr durch die UNESCO in die die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Urkunde erhielten Sachsens Klettersportfreunde am Dienstag in Wiesbaden! Das ehrt vor allem die rund 40.000 Bergsteiger, die sich dem sächsischen Klettern verschrieben haben.
Einer der europaweit bekanntesten Porzellan-Experten ging in die Ewigkeit ein. Der 1939 geborene Dr. Klaus-Peter Arnold, welcher 1985 bis 1993 die berühmte Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen im Dresdner Zwinger als Direktor leitete, starb dieser Tage. Ehre seinem Angedenken!
Generationen fanden in diesem Theater ihre ersten Bühnenerlebnisse. Jetzt feiert das 1949 in Dresden gegründete Theater Junge Generation mit der Inszenierung "Der Hase in der Vase" das 75-jährige Bestehen. Heute ist das im Stadtzentrum etablierte das größte eigenständige Kinder- und Jugendtheater der Bundesrepublik. Mit Schauspiel, Puppentheater und Theaterakademie sind hier sogar drei Sparten vertreten.
Sachsen, das Land mit der Sächsischen Weinstraße und vielleicht 1000-jähriger Rebtradition, hatte in Bischofswerda bis heute die älteste Wein- und Spirituosenhandlung. Nun schließt die Nachfahrin das Methusalemgeschäft, welches Stadtrichter Friedrich Franke 1795 als "Frankes Wein- und Spirituosenladen" eröffnete. Ein trauriger Moment für alle Liebhaber eines guen Tropfens!
Die Händler des berühmten Dresdner Striezelmarktes und der weiteren Weihnachtsmärkte in der Innenstadt von Elbflorenz suchen händeringend Verkäufer für ihre Buden. Bis in die Ukraine wurde schon um Arbeitskräfte geworben. Viele Arbeitgeber zahlen bereits wesentlich mehr als die 12,41 Euro Stundenlohn. Von 17 Euro pro Stunde ist mitunter die Rede.
Die 17 Kilometer lange Strecke der "Lößnitzgrundbahn" wird seit 1884 mit einer Spurweite von 750 Millimeter zwischen Radebeul und Radeburg über Moritzburg per Dampfloks - liebevoll auch "Lößnitzdackel" oer "Grundwurm" genannt - befahren. Mit rund 20 km/h dampfen die Loks recht gemütlich urch die Landschaft.
Der Karpfenteich rund um das berühmte Barockschloss Moritzburg wird am Wochenende (26./27. Oktober 2024) wieder zum Festgelände. Beim Fisch- und Waldfest mit 100 Händlern und dem traditionellen Abfischen erwarten die lokalen Veranstalter rund 25.000 Gäste. Das Kilo frischer Karpfen soll dieses Jahr 11 Euro kosten!
Nur noch Wochen, dann feiert unser christliches Abendland wieder die Heilige Nacht. Und für viele, die an unseren einzig wahren dreieinigen Gott in der Gestalt von Vater, Sohn und Heiliger Geist glauben, ist der Weihnachtsbaum ein unverzichtbares Requisit. Ob Nordmann-, Kork- oder Weißtanne, Blaufichte oder all die anderen Plantagenzüchtungen - die Bäume steigen dieses Jahr bis zu 20 Prozent im Preis! Grund sind neben der allgemeinen Teuerung und explodierenden Lohnkosten auch Käferlarven, welche die Wurzeln von Tausender Nadelbäume zerstörten und diese dadurch vernichteten.
Der "Ikarus 66", "Ikarus 260", ein uralter "Mercedes 0405" oder der 1953 gebaute "H6B" werden diese Woche (bis Freitag) von 15 bis 20 Uhr im Linieverkehr eingesetzt. Diese alten Vehikel sollen daran erinnern, dass die Landeshauptstadt Dresden schon seit 110 Jahren Busse zur Fahrgastbeförderung benutzt.