Alljährlich bestimmt ein Kompetenzteam waschechter Sachsen ein Wort der regionalen Redeweise als "sächsisches Wort des Jahres". Für 2024 wurde das höchst unerfreuliche Umstände, missliche Zustände, eine Misere, beschreibende Wort "Hudelei" erkoren.
Bis 5. Januar ist noch im Dresdner Albertinum die grandiose Gemäldeschau "Caspar David Friedrich. Wo alles begann" zu sehen. Neben Hauptwerken des Genies Friedrich (1774 - 1840), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 250. Mal jährte, sind auch die zauberhaften Landschaften, Porträts oder Allegorien zahlreicher Zeitgenossen wie Joseph Karl Stieler (1781 - 1851), Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788 - 1868) oder Ernst Ferdinand Oehme (1797 - 1855) zu bewundern. Wegen des großen internationalen Interesses wird empfohlen, per Internet ein Zeitticket für die Schau zu buchen.
Das an alten Bäumen reiche Sachsenland hat einen weiteren Nationalerbe-Baum! Die Schätzungen zufolge zwischen 600 und 1000 Jahre alte Schmorsdorfer Linde im Müglitztal (nahe Maxen) wurde kurz vor dem Nationalfeiertag zum Nationalerbe-Baum Deutschlands ernannt. Der uralte, majestätische Baum, welcher alle Kriege und Zeitenwenden überdauerte, ist etwa 24 Meter hoch und hat einen Kronendurchmesser von 20 Metern.
Die Dresdner Kapellknaben - zusammen mit dem weltberühmten und bereits über 800 Jahre alten Dresdner Kreuzchor sowie dem Thomanerchor Leipzig zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands zählend - treffen heute in Rom in einer Privataudienz Papst Franziskus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat die jungen Sänger mit über 300-jähriger Geschichte, welche u. a. in der Katholischen Hofkirche die Heiligen Messen musikalisch umrahmen, eingeladen. Domkapellmeister Christian Bonath komponierte dafür ein Musikstück und studierte es für Seine Heiligkeit mit den 50 Sängern ein.
Nachdem das Hochwasser der Elbe stark zurückgegangen ist, konnte der Betrieb der Fähren laut Fahrplan aufgenommen werden. Alle drei Dresdner Fährstellen (Kleinzschachwitz-Pillnitz, Laubegast-Niederpoyritz, Johannstadt-Neustadt) sind vollumfänglich für die Dresdner und Gäste nutzbar.
Statt drei Millionen Liter Traubensaft bringt die in diesen Tagen sich dem Ende nähernde Weinlese entlang der 60 Kilometer langen sächsischen Weinstraße nur rund 800.000 Liter. Der Grund liegt in den Spätfrösten im April, welche vor allem in tieferen Elbtallagen die Weinstöcke stark beeinträchtigte. Zwar entwickelten danach viele Rebstöcke sogenannte Beiaugen. Doch sind diese nicht so fruchtbar und führen zu stark dezimierten Erträgen.
Der Wiederaufbau unserer weltberühmten Dresdner Frauenkirche aus weltweiten Spendenmitteln im Jahre 2005 gilt noch heute für viele als ein göttliches Wunder. War unser Gotteshaus doch wie die ganze historische Dresdner Altstadt das Opfer amerikanischer und englischer Bombenangriffe - dem Inferno vom 13./14. Februar 1945. Für das 2025 gefeierte 20-jährige Kirchweihjubiläum gibt es im ganzen nächsten Jahr einzigartige musikalische Veranstaltungen. Deren Vorverkauf startet bereits am 2. Oktober 2024.
Dem langjährigen Intendanten der Dresdner Musikfestspiele, dem 60-jährigen Jan Vogler, gelang gerade ein Geniestreich. Ihm wurden aus dem Bundes-Förderprogramm "KulturInvest" 15 Millionen Euro zum Neubau eines Konzerthauses mit 600 Plätzen seiner Richard-Wagner-Akademie der Dresdner Musikfestspiele. Diese Summe wird ausgezahlt, wenn sich Land und Stadt Dresden mit mindestens 15 Millionen Euro beteiligen. Doch mit dem Bekanntwerden dieser Chance, endlich ein schon durch Star-Tenor Prof. Peter Schreier (1935 - 2019) geplantes Konzerthaus am Königsufer zu errichten, zerredet die Dresdner Kleinkrämerseele auch schon das enorme Strahlkraft entfesselnde Projekt eines Zentrums der deutschen Romantik.
Der über 800 Jahre alte Dresdner Kreuzchor erhält ab 1. Oktober 2024 Verstärkung durch den bislang in Stuttgart lebenden Dirigenten Sebastian Herrmann. Als musikalischer Stellvertreter des 29. Kreuzkantors nach der Reformation, Martin Lehmann, wird er dessen Chorprobenarbeit unterstützen sowie die Instrumental- und Gesangsabteilung des weltberühmten Knaben- und Männerchores leiten.
Eine hochrangige Delegation von Mitgliedern, Heilpraktikern und Vorständen besuchte bei seiner Reise auf den Spuren der Naturheilkunde im Elbtal heute das Forschungsinstitut von Prof. Dr. h.c. mult. Manfred Baron von Ardenne (1907 - 1997) auf dem Dresdner Weißen Hirsch. Am Ursprungsort seiner sensationellen Therapien führte der Sohn des Universal-Genies, Dr. Alexander Baron von Ardenne, die Experten durch die medizinischen Abteilungen. Von besonderem Interesse waren die neuen Verfahren mit einem hier entwickelten Gerät zur Ganzkörperhypertermie, welche durch Erzeugung eines künstlichen Fiebers (38,5 und 40,5 Grad) die körpereigenen Heilungskräfte anregen und bei vielen schweren chronischen Krankheiten verblüffende Resultate erzielen.
Zu den schönsten Weinfesten Deutschlands zählt das heute wieder beginnende 32. Herbst- und Weinfest Radebeul. Es wird zusammen mit einem internationalen Wandertheaterfestival veranstaltet, welches einen Teil der künstlerischen Umrahmung bietet. Bis Sonntag, dem 29. September 2024, wird der historische Dorfanger von Altkötzschenbroda zum "sächsischen Grinzing", laden gemütliche Weingärten und urige Weinhöfe zum Verweilen ein. Viele Winzer der Sächsischen Weinstraße, Handwerker und Händler bieten ihre Waren und alle lokalen Köstlichkeiten an. Parallel findet auch wieder in der Domstadt Meißen das Weinfest statt.
In der Dresdner Bürgerschaft regt sich Widerstand gegen Sprachpolizisten in der Dresdner Stadtverwaltung. Diese Kulturstrategen halten das Wort "Volk" für überholt. Und deshalb wollen sie den 1768 angelegten "Volkspark Briesnitz", der seit über 100 Jahren die Traditionsbezeichnung trägt, in "Briesnitzer Park Nord" umbenennen.
Um die Millionen Euro teure Sanierung und Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturms ging es meist in Wahlkampfzeiten. Immer wieder machten Politiker dem Wahlvolk Hoffnung, dass dies keine Utopie sei. Doch damit scheint es jetzt vorbei. Die Dresdner Stadtspitze scheint der Überzeugung, dass die Millionen beim Brückenneubau der in die Elbe gestürzten Carolabrücke besser angelegt scheinen, als bei einem Aussichtsturm -Prestigeprojekt.
Sachsens 146 Teichwirtschaften ernteten letztes Jahr 1482 Tonnen Karpfen. Damit belegen die Aquakulturbetriebe im Freistaat Sachsen bezüglich der Karpfenproduktion nach den fischwirtschaftlichen Unternehmen in Bayern deutschlandweit den zweiten Platz.
Der am 9. Dezember 1941 im brandenburgischen Altlandsberg geborene Schauspieler Herbert Graedtke verstarb nach langer schwerer Krankheit am 18. September 2024 im Alter von 82 Jahren in seinem Radebeuler Haus. In über 500 Rollen begeisterte er auf verschiedenen Bühnen, in Filmen und dem TV das Publikum. Seit 1965 an den Landesbühnen Sachsen engagiert, war er ein beliebter Old Shatterhand auf der Felsenbühne Rathen. Im hohen Alter fand er noch als Weingott Bacchus auf Volksfesten eine Paraderolle.