Für das nach 11 Jahren Verbannung ins Depot im Mai 2015 (Sanierungs-Kosten 13,5 Mio. Euro) wieder eröffnete Münzkabinett im Dresdner Residenzschloss wurde heute die Havarie-Schließung angeordnet! Grund sind dramatische Oberflächenveränderungen der nicht konservierten silbernen Münzen und Medaillen in den neuen Panzerglas-Vitrinen, welche seit Jahresbeginn einen weiß-milchigen Belag zeigen. Da die Ursache noch nicht ermittelt werden konnte und bereits 1400 der 3300 ausgestellten Münzschätze (älteste Stücke sind 2600 Jahre alt) betroffen sind, blieb nur die sofortige Schließung. Die mehr als 300 000 Münzen zählende Sammlung gilt als die größte Europas und als ältestes Museum Sachsens. Gegründet wurde es unter Herzog Georg dem Bärtigen (1471 - 1539).

Fragwürdige Stimmungsmacher redeten letztes Jahr Dresden schlecht, phantasierten einen Touristen-Schwund herbei. Das Gegenteil dieser hysterischen Prophezeiungen trat ein! Der Städtetourismus in unsere wunderschöne Stadt boomt. Die traditionsreiche Prager Straße schaffte es jetzt bei einer Passantenzählung (7480 pro Stunde) des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate bundesweit auf Platz acht. Überflügelt wird sie nur von Einkaufsmeilen westdeutscher Großstädte wie der Kaufingerstraße in München, der Schildergasse in Köln oder der Zeil in Frankfurt. Steigende Einwohner- und Beschäftigungszahlen sowie rund 4,3 Millionen registrierte Übernachtungen – im bundesweiten Vergleich Platz 7 – unterstreichen Elbflorenz als überragenden Standort.

Die 1559 erstmals urkundlich erwähnte Lochmühle in der wildromantischen Felsenwelt des Liebethaler Grundes zwischen Graupa und Lohmen war zwischen 1842 und 1989 eine Ausflugsgaststätte, ist heute nur noch eine Ruine. Jetzt möchte ein Investor das einstige Gasthaus, in welchem auch Hofkapellmeister Richard Wagner (1813 - 1883) im Sommer 1846 Gast gewesen sein soll, bis September 2018 zu neuem Leben erwecken. Denn der Platz ist touristisch interessant. Ruht doch nur wenige Meter entfernt auf acht Meter hohem Sandsteinsockel das 4,2 Meter hohe und damit weltgrößte Denkmal für Deutschlands Komponisten-Genie Richard Wagner, welches am 21. Mai 1933 geweiht wurde. Ob ein nahe der Lochmühle geplantes 46-Zimmer Hotel namens "Walhall-Lochmühle" das Luftschloss eines Phantasten bleibt, wird die Zukunft zeigen.    

Der heutige sonntägliche Abendgottesdienst in unserer Dresdner Frauenkirche beginnt 18 Uhr, wird als Anglikanisches Abendgebet in englischer Sprache gefeiert und durch instrumentale Kirchenmusik untermalt. Wir erinnern damit auch an die großherzigen Spender vom Dresden Trust um Seine Königliche Hoheit, den 81-jährigen Prinz Edward Herzog von Kent, die uns u. a. das fünf Meter hohe Turmkreuz stifteten.

 

Unserem weltberühmten Gotteshaus steht ein äußerer Gerüstbau und eine mindestens vierwöchige Entsalzung bevor. Im Choranbau, dem größten zusammenhängenden Ruinenteil der Dresdner Frauenkirche, haben sich die im Stein befindlichen Salze großflächig an der Gesteinsoberfläche abgelagert. Das Phänomen hat seine Ursache auch im tückischen sauren Regen, der Denkmalen in ganz Deutschland zusetzt. Bereits 2000 führten wir eine Reinigung bzw. Entsalzung durch, die jetzt wieder nötig wird. Dabei löst destilliertes Wasser die im Stein befindlichen Salze, welche mit Kompressen an der Oberfläche eingefangen werden.

Nach dem grandiosen 12. SemperOpernball mit 2.500 Gästen in und mehr als 15.000 Besuchern vor der Semperoper sowie Millionen an den Fernsehschirmen von MDR (Sensationsquote 18,6 Prozent Marktanteil) und 3sat startet der Vorverkauf für den 13. Ball am 26. Januar 2018 erstmals zwei Monate früher als sonst. Der 51-jährige 1. Vorsitzende und Künstlerische Gesamtleiter des SemperOpernballs, Prof. Hans-Joachim Frey, hat wegen des enormen Interesses aus ganz Europa den Vorverkauf auf Montag, 0 Uhr, gelegt. Alle Informationen unter www.semperopernball.de!   

Dresden ist nicht nur die barocke Perle Europas, ein Zentrum der schönen Künste, das Dorado einzigartiger Schatz-Sammlungen und prachtvoller Gotteshäuser. Unsere Landeshauptstadt an beiden Ufern der Elbe ist eine für ihr mildes Klima berühmte Oase. Dazu tragen neben Dresdner Heide und Tharandter Wald auch die über 53.000 Straßen - und mindestens 20.000 Parkbäume bei. Gerade lässt die Stadtverwaltung 225 neue Linden, Buchen, Blumeneschen, Tulpenbäume und Japanische Flügelnüsse pflanzen, die jeder bis zu 3500 Euro kosten. 

Die nach umstrittener Wahl 2015 auf die Position eines Rektors der Dresdner Hochschule für Musik gelangte 47-jährige Judith Schinker ist mit ihrer Bewerbung für das Amt einer Kulturdezernentin der Stadt Kiel gescheitert. Offenbar fühlt sich die in Kiel geborene Juristin und Kulturmanagerin nach nur zwei Jahren an der Spitze der Hochschule so unwohl, dass sie nach einer neuen Wirkungsstätte Ausschau hält. Nachdem sie den 58-jährigen hochverdienten Ex-Kruzianer, Dirigenten und Komponisten Prof. Ekkehard Klemm aus dem Rektoren-Amt gedrängt hat, kann sie sich nicht auf das Wohlwollen der ganzen Professorenschaft stützen.    

Gute Nachricht für alle Meißner und Besucher der über 1000-jährigen Wiege des Freistaates Sachsen. Der knapp zwei Millionen Euro teure und als "Touristenfalle" seit sechs Jahren für Frust sorgende Panorama-Schrägaufzug geht nach längerer Zwangspause heute wieder in Betrieb. Seit Anbeginn ist die automatisch operierende Anlage häufig defekt, waren immer wieder Gäste auf halber Strecke stundenlang in der stickig heißen oder eiskalten Glas-Kabine ohne Toilette gefangen. Weil auch zukünftig mit Pannen gerechnet wird, darf der Aufzug täglich nur noch von 9 bis 18 Uhr fahren. In dieser Zeit ist geschultes Personal in der Nähe, welches die Passagiere notfalls befreien kann.

 

  

Fans des 43-jährigen britischen Pop-Stars Robbie Williams können sich auf sein Open-Air-Konzert am 26. Juni, ab 19 Uhr, im Dresdner Dynamo-Stadion freuen. Der 200-fache Millionär, der zuletzt am 10./11. 2006 in Elbflorenz sang, bringt die Hits seines neuen Albums „The Heavy Entertainment Show“ voller Hymnen, Balladen und Partykracher mit. Vor 11 Jahren erkor er für sich und seine Crew noch das "Bellevue" als Residenz, trat im Ostragehege auf. 

Deutschlands einziges Operetten-Theater, die Staatsoperette Dresden, feiert in der nächsten Saison 2017/2018 ihr 70-jähriges Jubiläum am neuen Standort im Kraftwerk Mitte. Der 65-jährige Intendant Wolfgang Schaller hat dafür ein Ohrwurm-Feuerwerk vorbereitet. Dazu gehören das Musical "Zzaun - Das Nachbarschaftsmusical" über den irren Streit um einen Knallerbsenstrauch am Maschendrahtzaun, die Operetten "Frau Luna", "Die lustige Witwe", "Die Csárdásfürstin" sowie "Die Dreigroschenoper". 

Mit der Ausstellung "Architekt des Wissens" ehren die Technischen Sammlungen Dresden am Samstag (bis 24. September) den jüdischen Techniker und Erfinder Emanuel Goldberg (1881 - 1870). Der gebürtige Russe studierte und promovierte in Deutschland. In Berlin und Leipzig erforschte Goldberg die Grundlagen der Fotografie. Ab 1917 entwickelte er in Dresden neuartige Kameras und Apparate für das Wissensmanagment der Zukunft. Nach seiner Vertreibung aus Deutschland 1933 gründete der geniale Mann in Israel eines der ersten Technologie-Unternehmen. 

Seit dem gewaltigen Zustrom von Asylsuchenden und Wirtschaftsmigranten scheinen sich Werte in Deutschland zu verändern, Ängste zu wachsen. Meinungen, die Mitte 2015 noch als flüchtlingsfeindlich galten, sind heute offizieller politischer Sprachgebrauch der Regierungsparteien. Die ganze Zukunft Deutschlands steht vor großen Prüfungen. Doch viele Menschen fühlen sich mit ihren zahllosen Fragen und Sorgen allein gelassen. Z. B.: Was ist deutsch? Wie wollen wir leben? Kann die Integration solcher Massen jemals gelingen? Und um welchen Preis? Darauf will die am Freitag, 18 Uhr, im Hauptraum unserer Frauenkirche stattfindende Podiumsdiskussion "Wie wollen wir leben - frei, sicher und tolerant?" Anregungen geben. Prominentester Gast ist der 63-jährige Bundesinnenminister und Kirchenasyl-Kritiker Thomas de Maizière (CDU).  

Eine Tradition des bekanntesten aller Sachsenfürsten, Friedrich August I., genannt der Starke (1670 - 1733), lebt nach 137 Jahren ab 20. Mai wieder auf. Dann ziehen für das Sommerhalbjahr 80 je 2,50 Meter hohe Bitterorangenbäume in blau-weißen Kübeln aus dem Barockgarten Großsedlitz (Heidenau) in unseren weltberühmten Dresdner Zwinger. Der Sachsen-Fürst und Polen-König hatte 1709 den Zwinger durch einen der genialsten Barockbaumeister Europas als Orangerie für die damals als "goldene Äpfel" bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen lassen. Rund 4000 der Pracht und Reichtum demonstrierenden Bäume besaß August. Erst nach 1880 verschwanden die wunderbaren Pflanzen aus dem Zwinger.  

Das SPD-geführte Wirtschaftsministerium in Sachsen plant offenbar eine 50 Kilometer lange Fahrrad-Schnellstrecke von Pirna über Dresden nach Meißen. Die vier Meter breite Fahrrad-Autobahn, auf der striktes Fußgänger- und Wandererverbot herrschen soll, wird bislang mit 25 Millionen Euro veranschlagt. Grüne, Grundbesitzer und Umweltschützer kritisieren das Projekt bereits, weil sie schwere Eingriffe in Feuchtbiotope und die einzigartige Elbaue mit ihren seltenen Pflanzen und Tieren sowie entlang der umstrittenen Trasse einen Enteignungs- bzw. Verkaufsdruck auf zahlreiche private Gründstückseigentümer befürchten.