Obwohl es in den letzten Tagen mehrfach regnete, macht die Trockenheit Sachsens Allee- und Straßenbäumen sehr zu schaffen. Denn der übliche Grundwasserstand wird fast überall massiv unterschritten. Unter Wassermangel leidende Bäume rollen die Blätter zusammen, vergilben, lichten ihre Krone. Baumpaten und Gießinitiativen in den großen Städten sollen nun Linderung bringen. Doch jeder Baum benötigt 50 bis 150 Liter Wasser pro Woche!

Die Sächsische Schweiz mit ihren zauberhaften Naturlandschaften wird dieses Jahr wieder Schauplatz der 13. Internationalen Schostakowitsch-Tage. Das den großen russischen Komponisten Dmitro Dmitrijewitsch Schostakowitsch (1906 - 1975) würdigende Festival findet vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2022 in der Gemeinde Gohrisch statt.

Der älteste und größte Weihnachtsmarkt Deutschlands - der Dresdner Striezelmarkt auf dem Altmarkt im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt - wird vom 23. November bis 24. Dezember 2022 stattfinden. Und 233 Striezelmarkt-Stadtplätze sind an bisherige und neue Händler sowie Gastronomen zu vergeben. Nachdem die Märkte 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, ist die Hoffnung groß, dass in diesem Jahr dieser uralte Markt wieder zum Leben erweckt wird.  

Früher nur eine aus Kohlerevieren fusionierte Kleinstadt des Stahls und des Bergbaus neben der Landeshauptstadt, hat sich Freital zu einer Perle entwickelt. Mit seinem Schloss Burgk, dem Windberg nebst König-Albert-Denkmal, dem Rabenauer Grund, Weißeritztal- und Windbergbahn, dem Weinbaugebiet Pesterwitz und dem Sächsischen Jakobspilgerweg hat die Stadt auch touristische Attraktionen zu bieten. Folgerichtig war deshalb, dass Freital am heutigen 21. April 2022 Mitglied im Netzwerk Tourismusverband Elbland Dresden wurde.

Die seit dem Eintritt der Grünen in die Bundesregierung dramatisch gestiegenen Energiepreise zwingen nun auch die Schwimmhallen in Dresden zu Einschränkungen. Dresdens Bäder senken deshalb die Wasser-und Lufttemperatur. In Schwimmbecken und Duschräumen wird es nur noch 26 Grad (statt 28 bis 30 Grad) warm, in Umkleideräumen 23 Grad warm sein.  

Dem Einfluss der christlichen Kirchen wird jetzt bereits immer mehr die Wurzel abgeschnitten. Sinken doch  z. B.  in der Ev.-Luth. Landeskirche die Säuglingstaufen dramatisch. Im Jahr 2020 hielten Eltern lediglich noch 2950 Täuflinge über die Taufbecken vor Sachsens Altären. Im Jahre 2019 waren noch noch  4480, 2018 sogar gut 5400. Dass die heutigen Kleinkinder als Jugendliche oder Erwachsene später selbst zu Gott finden und die Taufe nachholen, scheint ein frommer Traum zu bleiben. Auch wenn die Kirchen es oft selbst nicht wahrhaben wollen - die Säkularisierung schreitet damit weiter unaufhörlich voran!

Der Freistaat Sachsen ist nicht nur eine Hochburg der Kultur, die deutsche Perle der Gastfreundlichkeit und der Naturschönheiten. Hier lässt es sich auch wunderbar  wandern. Im sächsischen Wanderparadies existiert ein 17.000 Kilometer langes Wanderwegenetz. Dazu kommen noch Speziawanderwege wie der Oberlausitzer Bergweg. Also die Wanderschuhe schnüren und nach Sachsen kommen!

Seit 1990 investierte der Freistaat Sachsen mehr als 3,8 Milliarden Euro in seine Denkmale. Im Land, das bis 1918 ein Königreich war, existieren rund 101.000 Kulturdenkmale, 7500 Technische Denkmale, 1800 Kirchen und Kapellen, 3000 Gartendenkmale, 6500 für die Oberlausitz typische Umgebindehäuser sowie 13.000 schützenswerte archäologische Fundstellen. Der aktuelle Doppelhaushalt hat für diese 56,6 Millionen Euro reserviert, ein Landessonderprogramm umfasst 12 Millionen Euro.

Intendant und Cellist Jan Vogler will bei den 45. Dresdner Musikfestspielen (11. Mai bis 12. Juni 2022) das Violoncello in all seinen Facetten präsentieren. Dafür pilgern mehr als 40 Cello-Kollegen in die sächsische Landeshauptstadt, wollen bei 19 Konzerten mit der klanglichen Vielfalt dieses Instruments verzaubern.

Die noch etwa 60.000 in Sachsen und Brandenburg lebenden Sorben mit ihrer eigenen Sprache und Kultur gelten als die Ureinwohner der Gegend, welche die Lausitzen vor weit über 1000 Jahren besiedelten. Jetzt ist ein Gleichberechtigungs-Streit um ihre Hymne entbrannt. Die Hymne "Rjana Lucia" ("Schöne Lausitz") soll weiblicher, die Frauen darin gewürdigt werden.    

Seit Jahresbeginn sagten sich schon wieder 725 Menschen durch Kirchenaustritte von den beiden großen christlichen Kirchen Dresdens los.  Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es bis zum 8. April 2021 lediglich 69 Männer und Frauen gewesen.

Bis 2023 soll das barocke Blockhaus an der Neustädter Rampe der Augustusbrücke - Dresdens erster Flussquerung aus dem Mittelalter - für 28 Millionen Euro zum "Archiv der Avantgarden" umgebaut werden. Dafür hat man das Dresden prägende Bauwerk bis auf die Umfassungsmauern völlig entkernt und einen "schwebenden" Betonkubus eingebaut. Ein deutsch-italienischer Kunstsammler hatte seine Sammlung aus Briefen, Plakaten, Künstlerbüchern, Katalogen, Kunstwerken und Designobjekten den Staatlichen Kunstsammlungen überlassen, wenn sie ihm dafür dieses Gebäude herrichten. Der Freistaat ging auf diesen Deal ein.    

Nicht nur seine Ehefrau und die drei Kinder, auch eine große Fangemeinde, trauern um den in Dresden geborenen Lyriker Thomas Rosenlöcher. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb der am 29. Juli 1947 in Dresden geborene Autor von Gedichten, Kinderbüchern und Essays am heutigen Mittwoch in Kreischa.

Freunde von Dichterfürst Friedrich von Schiller warten schon lange darauf. Ostersamstag und Ostersonntag, jeweils 10 bis 17 Uhr, hat Dresdens kleines Museum wieder geöffnet. Das Schillerhäuschen im ehemaligen Weinberghaus an der Schillerstraße 19 ist ein wahrhaft historischer Ort. Hier vollendete Schiller die Ode "An die Freude" und das Drama "Don Karlos", entstanden mit dem "Geisterseher" und den "Philosophischen Briefen" Klassiker des Dichter-Genies.

Das Meisterwerk von Johann Sebastian Bach, die unvergleichliche Johannespassion, kommt Karfreitag, den 15. April 2022, unter der Kuppel der Frauenkirche wieder zur Aufführung. Das Konzert der Extraklasse beginnt 20 Uhr. Karten gibt's für 21 bis 69 Euro.