Hausbesitzer und Jäger schlagen Alarm! Waschbären sind rund um und in Dresden ungehindert auf dem Vormarsch. Während 1997 in ganz Sachsen nur fünf Waschbären erschossen wurden, waren es letztes Jahr schon 7230 Stück. Sie brechen in Häuser ein und verwüsten ganze Böden und Wohnungen, hinterlassen Kot mit giftigen Keimen, fressen die Eier der Singvögel, zerwühlen Mülltonnen, übertragen Krankheiten auf Haustiere und Menschen. Noch nie war die Plage so schlimm wie heute. Den Jägern bleibt nichts anderes übrig, als die Bären in Fallen zu fangen und zu erschießen.    

 
Möchten Sie auch den heutigen Tag geistlich gestärkt begrüßen? Dann schließen Sie sich der Morgenandacht auf dem Turm unserer Dresdner Frauenkirche an! Treff ist 6 Uhr am Eingang G. Dann erklimmen Sie mit der Frauenkirch-Pfarrerin den Turm in 67 Meter Höhe, steigen über 281 Stufen mit 14 Prozent Steigung. Dort oben sind Sie Gott viel näher als sonst im Elbtal, genießen - wenn Petrus mitspielt - den Sonnenaufgang über der Stadt.       

Direkt neben der Dresdner Tabakmoschee eröffnet am Wochenende eine supermoderne Ballsportarena. Den 15-Millionen-Bau verdank Dresden dem 51-jährigen Diplom-Medizintechniker Uwe Saegeling, Chef der Saegeling-Gruppe mit 150 Mitarbeitern, aus Heidenau. Der Präsident, Hauptsponsor und Mäzen des Handballvereins HC Elbflorenz wurde zum Bauherr des futuristischen Objekts, dass in der Kultur- und Kongress-Stadt multivalent nutzbar ist. Samstag, ab 10.30 Uhr, gibt es für alle Interessenten einen Tag der offenen Tür!

Die Kunstwelt trauert um einen Genius mit außergewöhnlicher Handschrift und Vielseitigkeit. Vor allem seine auf urzeitlichen Höhlenmalereien basierenden Strichmännchen machten ihn unverwechselbar. Dienstag starb der unter dem bürgerlichen Namen Ralf Winkler 1939 in Dresden geborene Maler, Grafiker und Bildhauer A. R. Penck 77-jährig in Zürich. Konventionen aus dem Weg gehend, schlug sich der bei mehreren Documentas in Kassel vertretene Mann zuerst u. a. als Briefträger und Heizer durch Leben. 1980 aus der DDR ausgebürgert, arbeitete er z. B. in Köln, London und Dublin, war Professor in Düsseldorf. In seiner Geburtsstadt erinnert die sechs Meter hohe Bronzefigur auf dem Dach des art'otels an ihn.  

Im Johanneum am Jüdenhof nahe Neumarkt und Frauenkirche, dem Verkehrsmuseum Dresden, ist jetzt die für 750 000 Euro neu konzipierte Ausstellung zur Schifffahrt mit noch nie gezeigten Großexponaten zu sehen. Der 48-jährige Museumschef Joachim Breuninger präsentiert erstmals nicht nur Schiffsmodelle, sondern auch viele Sachzeugen und Dokumente. In der angedeuteten Arche geht es z. B. auch um die DDR-Binnenschiffahrt und -Hochseefischerei.

 

 

 

Die grenzüberschreitende Regionalbuslinie 398 Dresden – Altenberg/ Erzgebirge und weiter ins böhmische Teplice (Tschechien) ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Am 26. September 1994 mit zwei täglichen Fahrten im Linienbetrieb gestartet, werden heute sieben Fahrten im Zwei-Stunden-Takt angeboten. Seit gestern gilt nun auch der neue Übergangstarif, werden Zeitfahrausweise für sieben Tage und einen Monat angeboten.

 

Nebelhörner dröhnen, Schaufelräder peitschen die Elbe. Heute, 10 Uhr, startet die Sächsische Dampfschiffahrt vom Dresdner Terrassenufer aus zur großen Flottenparade. Die älteste und größte Raddampferflotte der Welt sticht mit 11 Dampfern und den beiden großen Motorschiffen "August der Starke" und "Gräfin Cosel" in See. Zehntausende werden wieder die Ufer säumen und den Schiffs-Corso bis Pillnitz und zurück bejubeln. Sogar Petrus ist ein Dampfer-Fan, schickt Sonnenschein und milde 17 Grad.  

 

Ein Name hat in Dresden fast magischen Klang - Sarrasani! Obwohl von der einstigen Pracht des 1912 eingeweihten Zirkus-Unternehmens seit 1945 in Sachsens Landeshauptstadt nichts mehr zu sehen ist, konnte in den letzten Jahren der heute 44-jährige Namensträger, Zauberkünstler und Kneipenpächter André Sarrasani mit einem Dinner-Varietee-Theater im Zelt die große Tradition wach halten. Mitte 2016 musste seine Sarrasani GmbH Insolvenz anmelden. Doch private Geldgeber scheinen ihm noch einmal unter die Arme zu greifen und das Weiterleben des Namens mit einer Zaubershow im ElbePark Dresden zu ermöglichen. Ende Oktober will er hier sein Zelt wieder aufschlagen, mit Tiger & Co. Gäste anlocken.

Mit einer Festkonzert und der Rede des 74-jährigen Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble eröffnete gestern der für rund 100 Mio. Euro sanierte Dresdner Kulturpalast. Heute Vormittag kann erstmals die Zentralbibliothek der städtischen Bibliotheken besucht werden. Das Kabarett "Die Herkuleskeule" weiht am Abend die neue Spielstätte im Keller des Kulturpalastes ein. Vorher gibt es einen Prozessionszug vom Sternplatz zum Altmarkt. 

Sie gab dem Café Toscana in Blasewitz, dem Luisenhof am Weißen Hirsch und sogar einer Torte den Namen: Kronprinzessin Luise von Toskana (1870 - 1947). Die Gemahlin des Kronprinzen und letzten Sachsen-Königs Friedrich August III. (1865 - 1932) schenkte dem Thronfolger fünf Kinder. Doch 1902 floh sie nach Ehebruch mit einem Geliebten außer Landes, wurde geschieden, verstoßen, verlor ihre Titel und starb verarmt in Paris. Ihre Skandal-Flucht ging in die Geschichte ein. Jetzt widmet sich eine kleine Ausstellung in Schloss Pillnitz der Frau, welche die einen als Emanze, die anderen als Skandalnudel und eine Schande für die Monarchie betrachteten. 

Die berühmten Karl-May-Festtage im Radebeuler Lößnitzgrund - das größte Spektakel zu Ehren von Abenteuerschriftsteller Karl May (1842 - 1912) - gehen dieses Jahr nur mit beträchtlichen Einschränkungen über die Bühne. Weil Naturschützer ein brütendes Paar geschützter Wanderfalken entdeckten, bleibt zu den Festtagen vom 26. bis 28. Mai eine Hauptattraktion, der Steinbruch "Hoher Stein" samt Umgebung, gesperrt. Hier findet seit Jahren das Camp indianischer Gäste Nordamerikas statt, zeigten die traditionell kostümierten Rothäute Tänze und heidnische Rituale. In Ermangelung eines anderen wildromantischen Steinbruchs werden die geplanten Darbietungen auf eine Waldlichtung am Eingang des Dorfgrundes ausweichen.   

 

Aus Sachsen kommen nicht nur der weltberühmte Dresdner Christstollen und Eierschecke, Sauerbraten oder Leipziger Allerlei. 1968 wurde in Radebeul als Konkurrenzprodukt zu "Nutella" die köstliche Nuss-Nougatcreme "Nudossi" mit sensationellen 36 Prozent Haselnüssen erfunden. Nach 1990 verschwunden und 1997 von dem heute 67-jährigen Konditor Karl-Heinz Hartmann sowie seinem 47-jährigen Sohn Thomas neu ins Leben gerufen, werden derzeit jährlich 5 Millionen Plastik-Becher im deutschsprachigen Raum verkauft. Ab heute bringt ihre Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG erstmals "Nudossi" im 300-Gramm-Glas und gänzlich ohne das umstrittene Palmfett auf den Markt. Guten Appetit!

Die älteste Porzellan-Manufaktur Meissen (gegründet 1710) ist in einen unschönen Marken-Streit-Prozess verwickelt, der heute vor dem Oberlandesgericht Dresden weiterverhandelt wird. Der zu einer polnischen Fabriken-Gruppe zählende Porzellan-Hersteller Meissen Keramik fordert von der weltberühmten Manufaktur die Löschung der Wortmarke Meissen. Die u. a. Figuren, Vasen und Tischporzellan herstellende Staatliche Porzellen-Manufaktur Meissen - ein 100-prozentiger Betrieb des Freistaates Sachsen - befürchtet hingegen, dass die polnische Firma künftig den Weltmarkt nicht nur mit Wandfliesen überschwemmt, sondern unter dem Traditionsnamen Meissen auch auf anderen Gebieten eine Konkurrenz werden könnte und will dies unbedingt verhindern.

Nur noch vier Tage! Dann wird der 74-jährige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitagabend die Eröffnungsrede im für rund 100 Mio. Euro sanierten Kulturpalast am Altmarkt halten, die Dresdner Philharmonie ein Festkonzert geben. Doch bis zur endgültigen Fertigstellung des Musentempels, der erst mit dem Einbau der großen Konzertorgel beendet ist, müssen Dresdner und Gäste bis zum 8. September warten. Ab Samstagvormittag ist im Kulturpalast auch die Zentrale der städtischen Bibliotheken einsatzbereit, das Traditions-Kabarett "Herkuleskeule" weiht am gleichen Abend sein neues Domizil im Keller ein. 

Heute ist der Tag der Pinguine. Und da lohnt der Besuch des 1861 gegründeten Zoo Dresden an der Tiergartenstraße im Großen Garten. Große und kleine Tierfreunde können hier auf rund 13 Hektar etwa 1700 Tiere entdecken. Löwen, Giraffen, Erdmännchen, Elefanten, Kattas, Kängurus, Kleine Pandas und natürlich Pinguine - alle da! Für Kinder wurden sieben Abenteuerspielplätze eingerichtet. Im Streichelzoo gibt es Kamerunschafe, Minischweine und eine Mäusekammer.