Eine Hochzeit, welche 1719 - also vor 300 Jahren - in Dresden mit rauschenden Festwochen und gekrönten Häuptern aus ganz Europa gefeiert wurde, soll dieses Jahr Touristen ins Dresdner Elbland locken. Am 20. August 1719 hatte de Sohn von Sachsen-Fürst August dem Starken eine Habsburgerin geheoratet. Der stolze Papa richtete z. B. in Dresden und im Plauenschen Grund gigantische Feste aus. Einige frühere Lustbarkeiten werden dafür wieder zu neuem Leben erweckt. 

Es steht im Schatten von der Gemäldegalerie Alte Meister, den Juwelen des Grünen Gewölbes oder der Porzellansammlung. Doch mit fast 100.000 Objekten aus allen Teilen der Welt ist das Museum für Völkerkunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine einzigartige Exposition. Beheimatet im Japanischen Palais am Elbufer in der Neustadt zeigt die Sammlung mit dem Damaskuszimmer sogar ein Stück Syrien an der Elbe. 

Seit Jahrhunderten erhebt sich auf einem Felsplateau der Sächsischen Schweiz Europas größte Felsenfestung Königstein. Hier wurden die Staatsschätze des Kurfürstentums und Königreichs in Kriegszeiten gelagert, hat man Staatsgefangene interniert. Über die Zeit von 1949 bis 1955 war bislang wenig bekannt. Diese Lücke schleßt nun die soeben eröffnete Schau "Jugendwerkhof Königstein 1949 - 1955".

Die kurfürstlich-königliche Hoflößnitz im Tal und das Spitzhaus an der Hangkante des Elbtals verbindet seit barocken Zeiten eine gigantische Treppenanlage, die man wegen der Vielzahl ihrer Stufen auch Jahrestreppe nennt. Hier findet am nächsten Wochenende der traditionsreiche Treppenmarathon statt. Wer 100 Mal die Treppe hoch und runter rennt, überwindet genauso viele Höhenmeter wie der Mount Everest hoch ist - 8 848 Meter! 80 Starter haben sich angemeödet, hier die Kräfte zu messen. 

Sie ist ein faszinierendes technisches Denkmal und bringt seit mehr als 100 Jahren Passagiere von Dresden-Loschwitz nach Oberloschwitz. Heute, 9.30 Uhr, startet unsere Schwebeseilbahn nach ihrer regulären Revision in die Frühjahrssaison. Sie hat mit der Standseilbahn noch eine Schwester. Diese verbindet Loschwitz mit dem mondänen Weißen Hirsch.

Die 1950 als Kindereisenbahn gegründete Dresdner Parkeisenbahn mit 5,6 Kilometer Streckenlänge (Spurbreite 381 mm, Höchstgeschwindigkeit 20 km/h) im Großen Garten erwacht aus dem Winterschlaf. Die beiden Dampf- und zwei Akkumulatorlokomotiven setzen sich ab 16. April wieder regulär in Betrieb. Am 14. gibt es bereits ein Eröffnungsfest.

Ein Jusuiten-Novize aus Litauen, der zu Exerzitien in Dresden weilte, machte auf einem Acker in Schönfeld am Stadtrand einen aufsehenerregende Fund. Der grünliche Stein mit Loch entpuppte sich nach Untersuchung durch die Experten des Landesamtes für Archäologie als 4000 Jahre alte Streitaxt. Die Dresdner der Jungsteinzeit fertigten ihn zwischen 2800 und 2300 vor Christi. 

Im Dresdner Großen Garten wird am 9. April die 1720 entstandene Prunkvase "Die Zeit entüllt die Wahrheit" vom italienischen Bildhauer Antonio Corradini (1688 - 1752) wieder aufgestellt. Dieses zwischen 1720 und 1725 von Kurfürst Friedrich August II.(1696 - 1763) erworbene Kunstwerk aus Marmor wurde aufwändig restauriert und erhält nun seinen Ehrenplatz auf dem Rondell in der Achse des Nordbosketts am Palaisteich zurück.

Freude bei Bergsteigern und Ausflüglern, die gern den Großen Winterberg in der Sächsischen Schweiz besuchen. Nach Insolvenz des bisherigen Wirts wird es auch in diesem Jahr auf dem 556 Meter hohen Berg einen Imbiss geben. Ein in Schmilka aktiver Unternehmer, der groß im Tourismusgeschäft engagiert ist, wird auch die Bewirtschaftung des Großen Winterberges übernehmen.  

Ostersonntag, den 21. April, öffnet auf Burg Scharfenstein das erste Mittelalter-Dorf im Freistaat. Das Erlebnisareal umfasst 400 qm, ist mit Fachwerkhütten, Geräten für Ritterspiele und Holzbackofen ausgestattet. Ein Kräutergarten soll folgen. Die Burg Scharfenstein oberhalb der gleichnamigen Ortschaft - einem Teil von Drebach - im Erzgebirge ist auch durch Wildschütz Karl Stülpner (1762 - 1841) bekannt. 

Der 53-jährige deutsche Schriftsteller, Lyriker und Essayist Marcel Beyer erhält den mit 7000 Euro dotierten Dresdner Kunstpreis. Der in Tailfingen in Baden-Württemberg geborene Mann sammelt seit 1991 Literatur-Preise wie andere Briefmarken, wurde schon mit dem berühmten Georg-Büchner-Preis geehrt und nahm kürzlich den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen entgegen.  

Elbflorenz zeigt sich heute von seiner schönsten Seite. Bei frühlingshaften Temperaturen um 17 Grad sind die Elbauen, Heide, Parks wie der Große Garten oder die Schrebergärten ein Eldorado für die Familien. Essen Sie das erste Eis, erfreuen Sie sich an den Frühjahrsblühern und all den Sträuchern und Bäumen, die bereits ihr Blütenkleid angelegt haben.

Von Samstag 14 Uhr bis Sonntagfrüh, 4 Uhr, kommen Theaterfans morgen bei der "8. langen Nacht der Dresdner Theater" auf ihre Kosten. Vom Staatsschauspiel bis zur Herkuleskeule, von der Comödie Dresden bis zu den Landesbühnen Sachsen in Radebeul - 24 Bühnen nehmen teil. Für Kinder, für Familien, für Erwachsene und Verliebte - alle kommen auf ihre Kosten. Mit einem speziellen Armbändchen kann man sogar die DVB-Busse und -Straßenbahnen für den Transfer von Theater zu Theater nutzen. 

Die Rüstkammer im Dresdner Residenzschloss zählt seit ihrer Wiedereröffnung mit dem Riesensaal und neuer Dauerausstellung zu den Rennern der sächsischen Museumslandschaft. Hier sind komplette Pferde in Rüstung, blutige Richtschwerter, Kronen und Zepter vereint. Wer in Sachsens ruhmreiche Geschichte der mächtigen Kurfürsten vodringen will, muss diese einzigartige Schau studieren.

Der 47-jährige Mexikaner Rollando Villazon ist als einer der wichtigsten Tenöre unserer Tage berühmt. Er füllt seit 1999 die Konzertsäle, wird als Star bei den Salzburger Festspielen oder der Metropolitan Opera New York bejubelt. Doch jetzt ist er für eine Regiearbeit an userer Dresdner Semperoper. Am 6. April hat seine Oper "Platée" Premiere.