Mit Gehrock und Zylinder reiten sie - zum alleinigen wahren Dreieinigen Gott betend, fromme christliche Lieder singend und geweihte Fahnen schwenkend - über die Felder der Oberlausitz. Die männlichen katholischen Sorben pflegen diese Tradition seit Jahrhunderten und werden dafür von zehntausenden Touristen bewundert. Eine dieser Prozessionen setzt sich z. B. am 31. März 2024, 12.45 Uhr am Kloster St. Marienstern zu Panschwitz-Kuckau Richtung Crostwitz in Bewegung. Die Crostwitzer Osterreiter (Abritt 12.15 Uhr) kommen gegen 14.30 Uhr im Kloster an.  

Am heutigen Karfreitag gedenkt die Christenheit weltweit dem Sterben Jesu, der zu einer damals üblichen Todestrafe verurteilt und bei lebendigem Leibe ans Kreuz genagelt wurde.  Es versteht sich von selbst, dass an einem solch traurigen Feiertag ausgelassene Feiern und Tanzen - in manchen Bundesländern auch Sportveranstaltungen - in Deutschland verboten sind.

So sieht die Energiewende aus! In Dresden legt jetzt der Konzern Vattenfall das 1930 fertiggestellte Pumpspeicherwerk Niederwartha (143 Meter Fallhöhe, Energie-Speichervermögen rund 590 MWh) zum 1. April 2024 komplett still. Am unteren Speichersee (45 Hektar, 2,5 Mio. Kubikmeter Wasser) existiert ein beliebtes Freizeitbad, dessen Existenz nur für 2024 gesichert ist.

Vom 16. bis 21. April findet in Dresden das 36. Filmfest statt, bei dem 16 Preise (Preisgelder 72.000 Euro) vergeben werden. Präsentiert werden beim höchstdotierten Kurzfilmfestival Europas insgesamt 370 Filme aus 62 Ländern.  

Im neuen Führer der Spitzenrestaurants "Guide Michelin"  finden sich jetzt vier Adressen in Dresden und Umgebung: das "Elements" und das "Genuss-Atelier" in Dresden, das "Atelier Sanssouci" der Villa Sorgenfrei in Radebeul und das "Juwel" im "Bei Schumann" in Schirgiswalde-Kirschau.

Im Kiestagebau Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden haben Grabungsspezialisten des Landesamtes für Archäologie 4200 bis 4700 Jahre alte Hügelgräber entdeckt. Auf dem fünf Hektar großen Areal befinden sich die Grabkammern in kreisförmigen Gräben von etwa 1,20 Meter Tiefe. Die Altvorderen haben die Leichen verbrannt und den Leichenbrand Knöchelchen auf Knochensplitter mit der Asche in Urnen gestapelt. In anderen mit Schnurbändern verzierten Keramikgefäßen wurden den Toten Speisen und Getränke auf die Reise ins Jenseits mitgegeben.

Zwischen Dienstag und Sonntag, 10 bis 16 Uhr, erwartet das romantische Schloss Weesenstein auf hohem Felssporn über dem Müglitztal jetzt wieder Besucher. Neben den Salons der königlichen Familie, Hauskapelle, Park und Kirche warten zwei Sonderausstellungen sowie der frisch sanierte Wintergarten.

Auch wenn das Wetter am heutigen 23. März 2024 eher regnerisch und windig ist, kann man wieder mit Lößnitzdackel und Weißeritztalbahn in den Frühling dampfen. Nach dreiwöchiger Reparaturpause sind die beiden beliebten Schmalspurbahnen der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft wieder im Regelbetrieb. Von Radebeul Ost geht es über Moritzburg wieder nach Radeburg und von Freital Hainsberg über Dippolsdiswalde in den Kurort Kipsdorf.

Seit dem 16. März 2024 soll die im Ortsteil Ostro von Panschwitz-Kuckau (am Ortsrand Richtung Kaschwitz) unter einer Weide aufgestellte und von Efeu umwachsene Gottesmutter mit Jesuskind im Arm bluten. Aus der Stirn des Kindes tropfe eine rötliche Flüssigkeit, berichten Augenzeugen. Ein ähnliches Phänomen von Verfärbung sei am Kopftuch der Jungfrau Maria sichtbar. Wie von Geisterhand verschwinde die Substanz jedoch wieder.

Schloss und Park Pillnitz stehen in der Gunst von Einheimischen und Touristen ganz oben, hatten 2023 exakt 376.556 Besucher. Zu Schloss und Fasanenschlösschen Moritzburg pilgerten 285.638 Interessenten. Die Albrechtsburg Meißen wurde von 113.724, die mittelalterliche Klosteranlage Altzella bei Nossen von 55.707 besucht. Auch Schloss Weesenstein im Müglitztal erfreute sich großer Beliebtheit. Insgesamt 19 Schlösser, Burgen und Gärten im Staatsbesitz können erkundet werden.

Mit dem heutigen kalendarischen Frühlingsanfang bepflanzen die Rathaus-Gärtner der Landeshauptstadt Dresden 2000 Quadratmeter Beete an etwa 40 Standorten. 113.350 Frühjahrsblüher, darunter 23.950 Blumenzwiebeln werden in die Erde gebracht. Dazu 120 Pflanzgefäße. Solch städtische Schmuckpflanzungen sind in Dresden seit dem 19. Jahrhundert Tradition.

Am 25. März 2024 beginnt die neue Saison im Saurierpark Kleinwelka, dem bekannten Ortsteil von Bautzen. Angelehnt an die Jurassic-Park-Filme verfügt die 15 Hektar große Anlage über eine Vielzahl von Sauriern aus Beton, welche ganze Familien in ein vergangenes Erdzeitalter eintauchen lassen.

Die kaiserliche Reliquiensammlung im Veitsdom zu Prag - Knöchelchen von Heiligen u. a. in kunstvollen Gefäßen aus Gold und Silber des Mittelalters aufbewahrt - zählt zu den weltweit größten Kollektionen dieser Art. Mit liturgischen Gewändern und Sakralgegenständen umfasst die Prager Domschatzkammer über 500 Exponate. 125 dieser wertvollen Objekte sind jetzt bis 8. September 2024 im Lipsiusbau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf der Brühlschen Terrasse zu bewundern.  

Ab 2028 könnte, wenn alle Genehmigungen vorliegen, im Untertagebetrieb das u. a. für die Batterieproduktion wichtige Leichtmetall Lithium in Zinnwald abgebaut werden. Bohrungen erbrachten den Nachweis, dass hier etwa 429.000 Tonnen im Gestein schlummern. Die Zinnwald Lithium GmbH aus Freiberg plant neben dem Bergbaubetrieb in Zinnwald z. B. neben der Autobahn A17 in Liebenau auf 400 Hektar Fläche eine Aufbereitungsanlage nebst Reststofflagerstätte für das taube Gestein.

Im Jägerhof am Goldenen Reiter, dem legendären Museum für sächsische Volkskunst der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, eröffnete jetzt die Ausstellung "Ostern im Jägerhof". Bis 7. April sind die Schätze aus dem rund 5000 Ostereier umfassenden Depotbestand wieder zu bewundern.