Das Sonntagsbrötchen konnte Sachsens Bäcker nicht retten

Im Kuchenland Sachsen, wo der berühmte Dresdner Christstollen herkommt, ist die Handwerker-Welt schon lange nicht mehr in Ordnung. Auch die Bäcker, Vertreter einer der ältesten Zünfte Deutschlands, bangen um ihren Fortbestand. Als ihnen vor 25 Jahren das neue Ladenschlussgesetz den Sonntagsverkauf erlaubte, hatten sie noch große Hoffnungen. Doch die Entwicklung sieht dramatisch aus. Konnte Sachsens Landesinnungsverband Saxonia im Jahre 1991 noch 1200 Mitglieder zählen, sind es heute gerade 640. Dem Käufer fällt es noch nicht besonders auf. Denn die Zahl der Filialen großer Unternehmen der Branche steigt, kompensiert für den Endverbraucher das Sterben kleiner und mittlerer Betriebe. Allerdings nehmen Frische, Geschmacksvielfalt und Individualität ab, gehen viele der seit Generationen gehüteten Familienrezepte unwiederbringlich verloren.

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